1990-2001 - FFw Falkenstein/Vogtland

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Chronik

1990
Natürlich kann es auch vorkommen, dass es einen Knoten in der Informationsleitung zwischen Stadt und Freiwilliger Feuerwehr gibt. So erhielten wir über die ausgehängten Plakate in der Stadt die Nachricht, zur Kirmes im Oktober 1990 in Falkenstein mitzuwirken. Wir sahen uns leider außerstande, kurzfristig die entsprechenden Organisationen zu tätigen. Mit einem Aushang baten wir unsere Bürger und Gäste um Verständnis. Für alle Bürgerinnen und Bürger der ehemaligen DDR heißt es nun umdenken, denn mit der Wende kamen auch viele Veränderungen auf uns zu. In der Technik der Feuerwehr gibt es Neuheiten, die einesteils die Arbeit uns erleichtern, aber von diesen Sachen hatten wir bis jetzt noch nichts gehört. Ein Aufruf der Stadt Falkenstein an die Arbeitgeber des Territoriums wurde am 20.09.1990 im Falkensteiner Anzeiger veröffentlicht.
Angesprochen wurde das Thema " Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit sowie die Unterstützung der aktiven Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr ". Zum Bedauern musste die Stadt feststellen, das in einigen Betrieben und Genossenschaften des Territoriums die verantwortungsbewusste Arbeit der Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr keine Beachtung findet. Sie wiesen darauf hin, das allein in der Zeit vom 13.08 bis 26.08. sechs Einsätze mit einer Gesamtzeit von über 50 Stunden angefallen sind. Die Stadt bittet die Arbeitgeber dahingehend um Verständnis, das es den jeweiligen Kameraden nicht möglich ist, eventuell ausgefallene Arbeitszeit nachzuarbeiten. Gleichzeitig möchten wir noch hinzufügen, das die Kameraden diese Tätigkeit vollkommen unentgeltlich ausüben. Zusätzlich werden aber von den einzelnen aktiven Kameraden jährlich ca. 100 Stunden für Werterhaltung und Pflege von Technik und Fahrzeugen sowie 50 Stunden für Aus- und Weiterbildung geleistet.

1991
Am 23.02.1991 fand die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Falkenstein statt.
An dieser Veranstaltung nahm auch der Bürgermeister der Stadt, Arndt Rauchalles, und eine Abordnung der Partnerfeuerwehr aus Stein teil. Dieses nahm die Feuerwehr zum Anlass, eine Vereinsgründung nach bürgerlichem Recht vorzunehmen. Als erstes blickten die Kameraden auf eine "stolze" Bilanz zurück. Nach diesem kurzen Rückblick gründete man den Verein "Freiwillige Feuerwehr Falkenstein e.V." mit der Registrierungsnummer 217. Im Statut wurden 55 Gründungsmitglieder eingetragen.
Als Vereinsvorsitzenden wählten wir Kamerad Matthias Tanneberger, als Schriftführer Kamerad Uwe Dressel, als 1. Kommandant Kamerad Hartmut Schörner und als 2. Kommandant Kamerad Heiko Löser. Die Satzung und Wahl wurde einstimmig angenommen.

1992
Am 05.03.1992 tritt in Anlehnung an das Sächsische Brandschutzgesetz eine neue Feuerwehrsatzung der Stadt Falkenstein in Kraft. Zum gleichen Zeitpunkt wurde die Feuerwehrabgabesatzung verabschiedet. Hier sind alle männlichen Bürger zwischen dem vollendeten 18. und dem vollendeten 55. Lebensjahr verpflichtet, jährlich 30 DM Feuerwehrabgabe zu entrichten.
Übergabe des Vorausrüstwagens Mercedes Benz (VRW).

1995
03.August 1995 Aufhebung der Feuerwehrabgabesatzung Aufgrund eines Urteils des Bundesverfassungsgerichtes vom 24.01.1995 zur Nichtigkeit der Feuerwehrabgabe wurde es notwendig, eine Satzung zur Aufhebung der Feuerwehrabgabesatzung zu beschließen. Der Stadtrat stimmte dieser Satzung einstimmig zu. Die Räumlichkeiten des alten Standortes-Feuerwehrdepot an der Theodor- Körner-Str. in Falkenstein waren seit langem zu klein. Grund dafür war mit Beginn der 90-er Jahre die Aufgabenerweiterung, speziell auf dem Gebiet der technischen Hilfeleistung und des Umweltschutzes. Die Lösung einer Vielzahl neuer und anspruchsvoller Aufgaben wurde von uns verlangt. Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr stellten sich diesen verantwortungsreichen Anforderungen gern, denn das Motto der Feuerwehr "Löschen, Retten, Bergen und Schützen" ist als oberstes Gebot für die Kameraden der Feuerwehr die Verwirklichung ihrer humanitären Aufgaben. Bedingt durch die Aufgabenzuordnung musste verschiedene Technik neu angeschafft werden. Gleichzeitig sollte die vorhandene Technik auf den neuesten Stand gebracht werden. Das nächste Problem waren die Unterstellmöglichkeiten für die Einsatzfahrzeuge und die Reservetechnik. Des weiteren fehlte der Platz an ausreichenden Sanitäreinrichtungen, speziell die Dusch -und Waschmöglichkeiten ließen im alten Depot sehr zu wünschen übrig. Eine moderne Heizung fehlte ebenfalls. Aus diesen Gründen sollte das vorhandene Gerätehaus am alten Standort rekonstruiert, modernisiert und erweitert werden.

2001
Die Jahrhundertwende ist schon vergessen. Jetzt heißt es, Organisation und Vorbereitungen für das 125 jährige Jubiläum zu treffen. Damit begannen wir schon zwei Jahre vor dem tatsächlichen Termin. Wie schon zu Beginn der Legende gesagt, müssten wir im April 2001 die Festlichkeiten begehen. Dieser Termin wurde aber auf den 25. bis 27. Mai 2001 festgelegt. Alle Vorbereitungen waren abgeschlossen und die drei Festtage konnten beginnen. Das Gelände um die Feuerwache verwandelte sich in einen Festplatz, und die Fahrzeughalle wurde zur Festhalle umgestaltet. Ein Höhepunkt dieser 3 Tage war der große Festumzug vom Feuerwehrdepot durch die Stadt, wo Feuerwehren der Region, alte und neue Fahrzeugtechnik präsentierten.
Im Rahmen der Feierlichkeiten übergab der Landrat Tassilo Lenk ein neues Truppfahrzeug für den Katastrophenschutz an die Falkensteiner Feuerwehr.
Anlässlich des 125jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr wurden Heinz Walther für 40 Jahre und Jürgen Jugler für 30 Jahre treue Dienste ausgezeichnet. Im Gerätehaus konnte während dieser 3 Tage eine historische Ausstellung alter und neuer Feuerwehrtechnik besichtigt werden. Sammler Roland Lindner (Alters- und Ehrenabteilung) hatte diese Sachen im Laufe der Jahre mit viel Mühe zusammengetragen. Es gab ein reges Interesse der Besucher, worüber sich Roland Lindner sehr freute.
An diesen 3 Tagen war auch für das leibliche Wohl und für Unterhaltung bestens gesorgt.
Auch unsere kleinen Besucher hatten ihren Spaß. Für sie war eine Hüpfburg, eine Cardbahn und eine Spritzwand aufgebaut, die sehr gut bei den Kindern ankam. Vergessen sei auch nicht die Wissensstraße von der Jugendfeuerwehr, die mit tollen Preisen alle Kinder anlockte.

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